1.) Breslauer "Schöps"

Woher der Name "Schöps" stammt ist leider nicht mehr exakt nachvollziehbar.
Er stammt aber wahrscheinlich aus der "österreichischen Zeit" Schlesiens. Die
Österreicher betiteln noch heute einen (kastrierten) Schafbock mit "Schöps" oder "Scheps".
So sagt eine Überlieferung, dass der Biername "Schöps", der schon im 16. Jahr-
hundert nachweisbar ist, wohl dadurch entstand, dass Zecher, die vom vielge-
rühmten Breslauer Bier trunken waren, sich danach des öfteren wie ein "bockiger"
Schöps aufführten, also sich mehr oder weniger "komisch" benahmen und fortbewegten. Diese Erklärung ist nicht ganz so abwegig, da man
auch in einigen Gebieten Schwabens, welche auch einige Zeit unter der "Österreichischen
Knute" waren, den Ausspruch "scheps" kennt, jedoch nicht in direkter Verbindung
mit Bier, aber wiederum im Zusammenhang mit einer auffallend komischen
Fortbewegungsweise. So sagt man, "der kommt aber scheps daher", wenn
jemand unüblich (wegen Deformierung seines Knochengerüstes, oder auch durch
Trunkenheit) daher schreitet.
Soweit zur Namensklärung dieser alten, breslauischen Bierbezeichnung.
Beim Breslauer "Schöps" der frühen Zeit (ab ca. 1500) handelte es sich um ein vollmundiges, starkes und dunkles, obergäriges
Weizenbier, mit hohem Weizenmalz-Anteil. Später gab es dann auch noch einen "Weißen Schöps". Nach 1850 wurden diese Biere kaum mehr gebraut, sodaß die Bezeichnung "Schöps" langsam in Vergessenheit geriet.

Unser Tipp für die Schüttung (pro 20 Ltr.):

Dunkler Schöps:
4.800 g dunkles Weizenmalz
1.200 g Pilsener Malz
120 g Farbmalz

Hopfenbittere: 25 BE

Weißer Schöps:
4.000 g Helles Weizenmalz
1.000 g Pilsener Malz

Hopfenbittere: 20 BE

Der spätere "Schöps" (ab etwa 1850)...

... war kein Weißbier mehr, sondern ein untergäriges Märzenbier, nach "Bayrischer
Brauart", wobei wohl auch ein wenig Weizenmalz hinzu kam.

Unser Tipp für die Schüttung (pro 20 Ltr.):
4.400 g Pilsener Malz
400 g Weizenmalz dunkel
100 g Farbmalz

Hopfenbittere: 35 BE