Hopfenbittere

Um die Ausschlagwürze auf Gärtemperatur zu bringen und den Trub auszuscheiden, kann man dies traditionell durch herunterkühlen und anschließender Filtration erreichen. Einige Haus- und Hobbybrauer bewerkstelligen Trub- und Eiweißausscheidung jedoch durch einfache Sedimentation (Absitzen lassen) im hermetisch verschlossenen Behälter (z.B. der Sudpfanne) über Nacht, wobei gleichzeitig natürlich auch die gewünschte Herunterkühlung erfogt.
Da bei diesem Prozess noch recht lange Temperaturen im Kochbereich vorherrschen und der gekochte Hopfen noch relativ lange Zeit in der Würze verbleibt, wird u. U. eine intensivere und etwas härtere Bitterwirkung als erwünscht erzielt, die unter Umständen den Biergeschmack entsprechend beeinflußen kann.
In diesem Fall kann man die normale(intensive) Würze-Kochzeit von 90 Min. auf ca. 60-70 Min. reduzieren, bzw. die Hopfengabe um ca 20 % verringern. Bei Kochzeit-Reduzierung ist es angebracht die Gußmenge (Nachguß) zu verringern, um dann dennoch die gewünscht Konzentration, bzw. Stammwürze zu erzielen.